Ein Unternehmen, das in der Schweiz neue Räume bezieht, erlebt fast immer dieselbe Lücke: Der Mietvertrag beginnt am Ersten des Monats, die Mitarbeitenden kommen in der Woche darauf, und die bestellten Möbel sind für in zwei Monaten avisiert. Dazwischen arbeitet man auf Klapptischen.
Das ist kein Organisationsfehler, sondern die Realität des Schweizer Marktes für Büromöbel, wo Lieferfristen von vier bis zehn Wochen bei guten Serien der Normalfall sind. Dazu kommen zwei Punkte, die viele Finanzabteilungen unterschätzen: ein Personalbestand, der sich schneller verändert als das Mobiliar, und eine Aktivierung über acht Jahre bei einem Mietvertrag über drei.
Drei Situationen, in denen Kaufen zur schlechten Rechnung wird
1. Der Bezug unter Termindruck
Eröffnung einer Niederlassung, Umzug, Mietende: Das Datum gibt der Vertrag vor, nicht der Möbellieferant. Mieten heisst, innert Tagen statt Monaten arbeitsfähig zu sein — und danach in Ruhe das definitive Mobiliar zu bestellen, falls Sie das noch möchten.
2. Personalwachstum
Sie unterschreiben für zwanzig Arbeitsplätze und haben acht Monate später dreissig. Beim Kauf bleibt die Wahl zwischen Überdimensionieren von Anfang an — also leere Plätze bezahlen — und Nachkaufen in kleinen Tranchen, mit dem Risiko, dass die Serie nicht mehr erhältlich ist und Ihre Räume uneinheitlich werden. Die Miete fängt diese Schwankung auf, ohne dass daraus ein struktureller Entscheid wird.
3. Provisorische Räume
Umbau, Projektbüro, Vertriebsstandort zum Testen eines Marktes: Sie richten eine Fläche ein, von der Sie nicht wissen, ob es sie in achtzehn Monaten noch gibt. Kaufen heisst, Bestand zu erben, den Sie weiterverkaufen, einlagern oder zügeln müssen.
Was die Miete konkret verändert
| Kauf | Miete | |
|---|---|---|
| Frist | 4 bis 10 Wochen bei professionellen Serien | Wenige Tage, je nach Verfügbarkeit |
| Liquidität | Eine grosse Ausgabe, im Voraus | Geglättete monatliche Belastung |
| Wechselnder Bestand | Nachkauf in Tranchen, Einheitlichkeit schwierig | Arbeitsplätze während der Laufzeit ergänzen oder abbauen |
| Mietende | Verkauf, Lagerung oder Umzug zu organisieren | Rücknahme durch den Anbieter |
| Montage | Selbst zu organisieren, oft separat verrechnet | In der Leistung enthalten |
Wie Mietzahlungen für Mobiliar buchhalterisch und steuerlich behandelt werden, hängt von Ihrer Struktur und von der Vertragsgestaltung ab. Sprechen Sie mit Ihrem Treuhänder, bevor Sie allein danach entscheiden — wir erteilen keine Steuerberatung.
Was einzurichten ist, und in welcher Reihenfolge
Der klassische Fehler: zuerst die Arbeitsplätze bestellen und alles Übrige «später» behandeln. Tatsächlich entscheiden die gemeinsamen Zonen darüber, ob sich Räume gut anfühlen — und genau sie gehen vergessen.
- Arbeitsplätze — Schreibtische, Stühle, persönlicher Stauraum. Die Basis, und der Teil, der sich am einfachsten dimensionieren lässt.
- Sitzungszimmer — grosse Tische und Bestuhlung. Planen Sie mindestens zwei Formate: ein Raum für acht ersetzt keine drei Räume für vier.
- Informelle Zonen — Sofas, Sessel, Couchtische. Hier findet die Hälfte der nützlichen Gespräche statt — und genau hier wird am häufigsten gespart.
- Empfang — der erste Eindruck Ihrer Kundschaft entsteht auf drei Quadratmetern. Sie verdienen eine Aufmerksamkeit, die ihrer Fläche nicht entspricht.
- Gemeinsamer Stauraum — Sideboards und Schränke, in ersten Plänen meist nicht vorgesehen und innert drei Wochen eingefordert.
- Die Terrasse, falls vorhanden — Aussenmöbel machen aus einer ungenutzten Fläche während sechs Monaten im Jahr einen Besprechungsort. Mehr dazu in unserem Beitrag über Aussenmöbel in der Schweiz.
Und das Homeoffice?
Viele Schweizer Unternehmen richten heute sowohl ihre Räume als auch die Wohnungen ihrer Mitarbeitenden ein. Die Mietlogik passt dazu gut: Das Mobiliar begleitet die Person während der Vertragsdauer und kommt danach zurück. Unser Ratgeber zum Einrichten eines Homeoffice zeigt, worauf es beim Arbeitsplatz ankommt.
Was es kostet
Der Mietzins hängt von der Anzahl Arbeitsplätze, der Serie und der Dauer ab. Wichtiger als der Betrag ist, was darin enthalten ist: Bei uns sind Lieferung, Montage, Einrichtung und Rücknahme am Vertragsende inbegriffen — Positionen, die beim Kauf separat verrechnet oder von Ihren eigenen Leuten übernommen werden.
Unsere Grössenordnungen für Privatkundschaft haben wir in diesem Beitrag zu den Preisen aufgeschlüsselt. Für ein Geschäftsprojekt rechnen wir individuell: Nennen Sie uns Ihre Flächen und Ihren Personalbestand.
Wo wir tätig sind
Unser Lager liegt in Gland zwischen Genf und Lausanne. Wir richten Büros in der ganzen Deutsch- und Westschweiz ein — Genf, Lausanne, Nyon, Freiburg, Neuenburg, Bern, Basel, Zug und Zürich.
Häufige Fragen
Ab wie vielen Arbeitsplätzen arbeiten Sie?
Es gibt keine Untergrenze. Wir richten ein Projektbüro für sechs Personen ebenso ein wie ein ganzes Geschoss. Schildern Sie uns Ihren Bedarf, und wir sagen Ihnen offen, ob unser Angebot passt.
Können während der Laufzeit Arbeitsplätze dazukommen?
Ja — das ist für ein wachsendes Unternehmen der Hauptvorteil dieser Formel. Die Bedingungen halten wir bei der Offerte fest, abhängig von Dauer und Volumen.
Was passiert, wenn wir vor Mietende zügeln?
Wir holen das Mobiliar zurück oder bringen es an Ihren neuen Standort, ganz wie es Ihnen passt. Diesen Fall behandeln wir regelmässig.
Können wir die Möbel am Ende kaufen?
Ja. Die Kaufoption bleibt für die Stücke offen, die Sie behalten möchten, zu den anfangs vereinbarten Bedingungen.
Liefern und montieren Sie selbst?
Ja, mit unseren eigenen Teams. Wir liefern, montieren und richten ein und holen am Vertragsende zurück. Ihre Mitarbeitenden müssen nichts zusammenbauen.
Sprechen wir über Ihre Räume
Senden Sie uns Ihre Flächen, Ihren Personalbestand und Ihren Bezugstermin: Sie erhalten innert 24 Stunden eine bezifferte Offerte, unverbindlich. Siehe auch unsere Seite Möbelmiete nach Mass und unser Angebot Events und Unternehmen.
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